Einleitung
GPON steht für „Gigabit Passive Optical Network“ und ist heute der weltweit meistgenutzte Standard für Glasfaser-Anschlüsse zum Endkunden.
Definition
GPON ist ein passives optisches Netz. Ein Signal wird vom Netzbetreiber in einem OLT erzeugt und über passive Splitter auf mehrere Endkunden verteilt – ganz ohne aktive Elektronik unterwegs.
Funktionsweise
Der OLT im Ortsnetz sendet Datenpakete an bis zu 64 Endgeräte gleichzeitig. Ein optischer Splitter teilt das Signal auf, jedes Endgerät (ONT) hört nur seine eigenen Pakete. In die Gegenrichtung senden die ONTs zeitversetzt.
Warum ist das wichtig?
GPON ermöglicht wirtschaftlichen Glasfaser-Ausbau. Netzbetreiber können viele Kunden mit wenig Elektronik versorgen. Für dich heißt das: stabile Leistung ohne Straßenkabinen alle 100 Meter.
Vorteile & Nachteile
Vorteile
- Wirtschaftlich beim Ausbau
- Keine Störanfälligkeit durch aktive Zwischenkomponenten
- Ausreichend Bandbreite pro Nutzer für 1 Gbit/s
Nachteile
- Bandbreite wird geteilt (im Alltag aber unauffällig)
- Symmetrisches 1 Gbit/s ist nicht der Standard – dafür kommt XGS-PON
Praxisbeispiele
- Ein GPON-Splitter versorgt 32 Haushalte in einer Straße
Typische Fehler
- GPON und Ethernet verwechseln
Häufige Missverständnisse
- „GPON ist langsam, weil Kapazität geteilt wird“ – im Alltag praktisch nie spürbar
Vergleich mit ähnlichen Begriffen
| Begriff | Unterschied |
|---|---|
| XGS-PON | XGS-PON ist die nächste Generation mit 10 Gbit/s symmetrisch. |
| AON | Aktive optische Netze nutzen Switches auf dem Weg – teurer, aber theoretisch flexibler. |