Einleitung
FTTH – Fiber to the Home – ist der Goldstandard beim Glasfaser-Ausbau. Die Faser endet nicht im Verteiler auf der Straße, sondern direkt in deiner Wohnung.
Definition
FTTH steht für „Fiber to the Home“ und bezeichnet einen Glasfaser-Anschluss, bei dem die optische Faser bis in die Wohnung oder das Haus des Endkunden geführt wird.
Funktionsweise
Vom Ortsverteiler wird die Glasfaser über Erdkabel oder Bestandsrohre bis zu deinem Gebäude gezogen. Dort endet sie in einer optischen Anschlussdose. An diese wird ein ONT (Optical Network Terminal) angeschlossen, der das Lichtsignal in ein Ethernet-Signal für deinen Router wandelt.
Warum ist das wichtig?
Nur bei FTTH profitierst du zu 100 % von der Leistung der Glasfaser. Bei FTTB oder FTTC läuft der letzte Meter noch über Kupfer – und genau dort geht Geschwindigkeit verloren.
Vorteile & Nachteile
Vorteile
- Volle Leistung bis in die Wohnung
- Symmetrische Bandbreiten möglich
- Zukunftssicher für 10 Gbit/s und mehr
Nachteile
- Aufwendigere Verlegung im Haus
- Nicht in allen Bestandsgebäuden ohne Weiteres möglich
Praxisbeispiele
- Einfamilienhaus mit ONT im Vorraum und Router im Wohnbereich
- Wohnung mit direkter Glasfaser-Dose neben dem TV-Anschluss
Typische Fehler
- ONT und Router hinter Möbel verstecken – Wärmestau
- Router direkt neben den ONT stellen, obwohl er zentral im Wohnbereich sinnvoller ist
Häufige Missverständnisse
- „FTTH ist nur ein Marketingbegriff“ – nein, es ist eine technisch klar abgegrenzte Ausbaustufe
- „Bei FTTH brauche ich keinen guten Router mehr“ – doch, sonst engt du 1 Gbit/s wieder ein
Vergleich mit ähnlichen Begriffen
| Begriff | Unterschied |
|---|---|
| FTTB | Bei FTTB endet die Faser im Keller des Gebäudes, weiter geht es per Kupfer/LAN. |
| FTTC | Bei FTTC endet die Faser am Straßenverteiler – der Rest ist Kupfer. |