Einleitung
FTTC – Fiber to the Curb – ist ein Hybrid aus Glasfaser und Kupfer. Die Faser endet am Straßenverteiler, ab dort läuft die Verbindung über klassische Telefonleitungen.
Definition
FTTC steht für „Fiber to the Curb“. Die Glasfaser wird bis zum nächsten Straßen- oder Gehsteigverteiler gezogen, danach übernimmt Kupfer (meist VDSL2 oder VDSL2-Vectoring).
Funktionsweise
Am Verteiler wird das Lichtsignal in ein elektrisches Signal umgewandelt und läuft über bestehende Telefonleitungen bis in die Wohnung. Je näher du am Verteiler wohnst, desto schneller ist deine Leitung.
Warum ist das wichtig?
FTTC ist ein Zwischenschritt beim Ausbau. Wer FTTC bekommt, sollte perspektivisch auf FTTH wechseln – die Faser liegt schon in der Nähe, der Umstieg ist meist überschaubar.
Vorteile & Nachteile
Vorteile
- Deutlich schneller als reines DSL
- Vergleichsweise günstiger Ausbau
Nachteile
- Kupfer als Flaschenhals
- Geschwindigkeit hängt von der Entfernung ab
- Kein symmetrischer Upload
Praxisbeispiele
- VDSL-Anschluss mit 100/40 Mbit/s in einer Vorstadt
- Ländliche Gemeinde mit Übergangslösung, bis FTTH kommt
Typische Fehler
- FTTC als „echte Glasfaser“ verkaufen lassen – ist es technisch nicht
Häufige Missverständnisse
- „Ich habe Glasfaser“ – nein, die letzte Meile ist Kupfer
Vergleich mit ähnlichen Begriffen
| Begriff | Unterschied |
|---|---|
| FTTH | FTTH liefert Vollleistung bis in die Wohnung, FTTC nicht. |
| FTTB | Bei FTTB endet die Faser im Gebäude – deutlich näher am Kunden als bei FTTC. |