Einleitung
IPv6 ist der Nachfolger von IPv4 und macht das Internet zukunftsfähig – mit praktisch unerschöpflichem Adressraum.
Definition
IPv6 (Internet Protocol Version 6) ist ein Netzwerkprotokoll, das jedem Gerät im Internet eine eindeutige Adresse geben kann. Adressen sind 128 Bit lang und werden hexadezimal geschrieben.
Funktionsweise
Statt der bekannten IPv4-Adressen wie 192.168.0.1 verwendet IPv6 lange Adressen wie 2001:db8:85a3::8a2e:370:7334. Jedes Endgerät kann eine eigene öffentliche Adresse bekommen.
Warum ist das wichtig?
IPv4-Adressen sind knapp. IPv6 löst dieses Problem und ermöglicht Ende-zu-Ende-Kommunikation ohne NAT.
Vorteile & Nachteile
Vorteile
- Enorm großer Adressraum
- Einfachere Routing-Strukturen
- Ende-zu-Ende-Kommunikation möglich
Nachteile
- Manche alte Software / Geräte unterstützen IPv6 nicht vollständig
Praxisbeispiele
- Smart-Home-Geräte, die direkt über IPv6 aus der Cloud erreicht werden
Typische Fehler
- IPv6 im Router deaktivieren, weil man es „nicht braucht“
Häufige Missverständnisse
- „IPv6 ist unsicher“ – nein, mit sauberer Firewall genauso sicher wie IPv4
Vergleich mit ähnlichen Begriffen
| Begriff | Unterschied |
|---|---|
| IPv4 | IPv4 hat nur ~4,3 Mrd. Adressen und ist heute überall im Einsatz. |